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MOT Manuelle Osteopathische Therapie / Craniosacrale Osteopathie Säuglinge und Kinder 2026/2027

Manuelle Osteopathische Therapie (MOT) für Kinder und Säuglinge

Craniosakrale Therapie im pädiatrischen Kontext - Zertifizierte modulare Weiterbildung für Fachpersonen.

 Weiterbildungsreihe 2026/2027 - K02/26

„Nicht die Frage, ob Osteopathie angewendet wird, steht im Mittelpunkt, sondern welchen Beitrag sie zur Stärkung der Ressourcen, zur physiologischen Reifung und damit zur Gesundheit und zum Wohlbefinden des Kindes leisten kann.“ (Christelle Anyig, 2024)  

Konzept und fachliche Grundlage

Die Weiterbildung orientiert sich an den drei klassischen Säulen der Osteopathie nach Andrew Taylor Still – dem parietalen, viszeralen und craniosacrale System – und betrachtet diese in ihrer funktionellen Wechselwirkung.

Gleichzeitig folgt sie dem entwicklungsneurologischen Grundsatz nach Richard Michaelis, wonach Reifung der Entwicklung vorausgeht. 

Restriktionen können physiologische Reifungsprozesse beeinträchtigen. Durch gezielte manuelle Regulation werden körpereigene Ressourcen mobilisiert, um eine physiologische Reifung zu unterstützen – als Grundlage gesunder Entwicklung. Der Ansatz ist salutogenetisch ausgerichtet und konsequent ressourcenorientiert. 

Ausbildungscharakter

Die Weiterbildung bietet fundierte Grundlagen der Manuellen Osteopathischen Therapie (MOT) sowie praxisrelevante „Hands-on“-Techniken für den therapeutischen Alltag.

 Sie ersetzt keine Ausbildung in Osteopathie, Craniosakraler Therapie oder Kinderphysiotherapie. Vielmehr erweitert sie bestehende berufliche Kompetenzen und vertieft die praktische Handlungssicherheit im pädiatrischen Kontext.

Die Teilnehmenden arbeiten innerhalb ihres jeweiligen Berufsrahmens. Medizinische Abklärungen und differentialdiagnostische Einschätzungen erfolgen im eigenen Verantwortungsbereich.

Ziele der Weiterbildung

Die Weiterbildung vermittelt ein fundiertes Verständnis der MOT für Kinder und Säuglinge als ressourcenbezogenen und entwicklungsorientierten Behandlungsansatz. 

Die Teilnehmenden erwerben vertiefte Kenntnisse embryologischer, anatomischer und neurophysiologischer Zusammenhänge im Säuglings- und Kindesalter. Sie entwickeln eine differenzierte Befundkompetenz und lernen, funktionelle Asymmetrien, Regulationsmuster und Spannungszustände im Kontext von Reifungsprozessen einzuordnen. 

Im praktischen Teil werden grundlegende manuelle Techniken im parietalen, viszeralen und craniosacrale System vermittelt. Im Mittelpunkt steht die sichere Anwendung sanfter, non-invasiver Basis-Techniken, die dem empfindlichen Gewebe von Säuglingen und Kindern gerecht werden. 

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Nutzung der Eigenbewegung des Kindes zur differenzierten Wahrnehmung und Regulation von Restriktionen. Ziel ist es, physiologische Reifungsprozesse zu unterstützen, Regulationsmechanismen zu harmonisieren und vorhandene Ressourcen zu stärken. 

Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden praxisnahe Werkzeuge zur Integration der Inhalte in ihren Berufsalltag sowie ein reflektiertes Bewusstsein für Indikationen, therapeutische Grenzen und interdisziplinäre Zusammenarbeit. 

Zielgruppe

o   Physiotherapeut: innen

o   Kinderphysiotherapeut: innen

o   Osteopath: innen

o   Ärzt: innen

Voraussetzung:

Voraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium in einem der genannten Fachbereiche. 

Aufbau der Weiterbildung

Die Weiterbildung umfasst fünf aufeinander aufbauende Module. Die Module sind in der vorgesehenen Reihenfolge zu absolvieren. Einzelfallprüfungen sind auf Anfrage möglich. 

Modul 1 – Parietale Osteopathische Techniken

Grundlagen struktureller Funktionsstörungen des Bewegungsapparates. 

Modul 2 – Viszerale Osteopathische Techniken

Einführung in viszerale Spannungsmuster und deren regulatorische Bedeutung. 

Modul 3 – Craniosakrale Therapie

Basale Prinzipien und einfache craniosacrale Techniken im pädiatrischen Kontext. 

Modul 4 – Klinische Synthesen

Integration der drei Säulen in typische klinische Bilder und Reflexmuster. 

Modul 5 – Säuglings- und Schädelasymmetrien

Diagnostik, Klassifikation und konservative Behandlungsansätze bei lagebedingten und strukturellen Schädelasymmetrien & Wirbelsäulenasymmetrien

Abschluss

Nach erfolgreichem Abschluss aller fünf Module erhalten die Teilnehmenden das 

Zertifikat über die Weiterbildung 

Manuelle Osteopathische Therapie (MOT) für Kinder und Säuglinge

unter Einbezug craniosacraler Behandlungskonzepte 

Das Zertifikat bestätigt die Teilnahme an einer berufsbegleitenden Weiterbildung.

Es stellt keinen Abschluss in Osteopathie oder Craniosakraler Therapie dar.

 

 

Termine & Durchführung 2026/2027 - K02/26

 

Modul 1:             09.09. – 11.09.2026
Modul 2:             25.11. – 27.11.2026
Modul 3:             10.03. – 12.03.2027
Modul 4:             16.06. – 18.06.2027
Modul 5:             20.10. – 22.10.2027

 

Eine neue Modulserie beginnt jeweils einmal jährlich im September.
Die genauen Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

 

Anerkennung

Die Weiterbildung ist bei entsprechender Registrierung des Schweizer EMR als jährliche Weiterbildung anerkannt. 

Die Überprüfung der individuellen Voraussetzungen für die EMR-Registrierung sowie für ein Branchenzertifikat liegt in der Eigenverantwortung der Teilnehmenden.

 

Organisation

Die Weiterbildung umfasst 5 Module à 3 Tage (insgesamt 15 Kurstage).

Unterrichtszeiten

09:00 – ca. 17:30 Uhr 

Der Tagesrahmen beträgt 8,5 Stunden und beinhaltet Unterrichtszeit sowie betreute Übungssequenzen. 

Gesamtumfang der Weiterbildung ca. 127,5 Stunden Präsenzzeit

zuzüglich ca. 10 Stunden Vorbereitung und Selbststudium (ca. 2 Stunden pro Modul)

Die Weiterbildung ist als modulare Gesamtserie konzipiert und wird in der vorgesehenen Reihenfolge absolviert.

Zur Vertiefung und Auffrischung der Inhalte kann bei entsprechender Nachfrage ein Refresher-Kurs eingerichtet werden. Die Durchführung erfolgt bei Erreichen von mindestens 16 Anmeldungen. 

Keywords

Kinder und Säuglinge · Grundlagen der MOT · parietale, viszerale und craniosacrale Techniken · Reifung vor Entwicklung · Regulationsprozesse · Schädelasymmetrien · persistierende Reflexe · praxisorientierte Hands-on-Kompetenz 

 

 Anhang

Modulbeschreibungen im Detail

Modul 1

Parietale Osteopathische Techniken bei Kindern und Säuglingen

Dieses Modul bildet die Grundlage der Manuellen Osteopathischen Therapie im parietalen System. Im Mittelpunkt stehen strukturelle Spannungsmuster, Haltungsasymmetrien und funktionelle Bewegungseinschränkungen im Säuglings- und Kindesalter.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf parietalen Techniken an oberen und unteren Extremitäten zur Lösung und Regulation myofaszialer Spannungsmuster. Die funktionelle Einordnung dieser Restriktionen erfolgt stets im Kontext von Haltung, Bewegung und Reifungsprozessen.

Die Teilnehmenden lernen, myofasziale Zusammenhänge differenziert wahrzunehmen und sanfte, nicht-invasive Basis-Techniken sicher anzuwenden. Besonderes Augenmerk liegt auf der strukturierten Integration der Techniken in bestehende physiotherapeutische oder osteopathische Behandlungskonzepte.

 

Schwerpunkte
Parietale Techniken an oberen und unteren Extremitäten · myofasziale Spannungsmuster · Haltungs- und Bewegungsasymmetrien · Torticollis · Skoliose · Faszien · Diaphragmen · Stillpoint · Point of Balance · Myofaszialer Release  

 

Kompetenzen
Die Teilnehmenden

  • erkennen strukturelle Funktionsstörungen im parietalen System
  • wenden parietale Basis-Techniken an oberen und unteren Extremitäten sicher an
  • integrieren parietale Regulation in ihren therapeutischen Alltag

 

Modul 2

Viszerale Manuelle Osteopathische Techniken bei Kindern und Säuglingen

Dieses Modul erweitert die Behandlungsperspektive auf das viszerale System und dessen Bedeutung für Regulation, Atmung und Verdauung. Vermittelt werden basale viszerale Techniken mit Schwerpunkt auf Spannungsmustern im Mediastinum und im abdominalen Bereich.

Die funktionelle Einordnung viszeraler Restriktionen erfolgt stets im Zusammenhang mit Reifungsprozessen und vegetativer Regulation. Ziel ist es, viszerale Zusammenhänge sicher zu erfassen und angemessen in ein ganzheitliches Therapiekonzept einzubinden.

 

Schwerpunkte
Reflux · Koliken · Obstipation · Trink- und Schluckstörungen · Zwerchfellspannungen · Blasenfunktion · Darmmobilität · Atemregulation

 

Kompetenzen
Die Teilnehmenden

  • erkennen funktionelle viszerale Dysbalancen
  • wenden basale viszerale Techniken im thorakalen und abdominalen Bereich an
  • integrieren viszerale Regulation in bestehende Behandlungskonzepte

 

Modul 3

Craniosakrale Therapie bei Kindern und Säuglingen

Aufbauend auf den parietalen und viszeralen Grundlagen vermittelt dieses Modul die basalen Prinzipien und Techniken des craniosacrale Systems im pädiatrischen Kontext.

Die Teilnehmenden vertiefen ihre palpatorische Wahrnehmung und lernen, feine Spannungs- und Bewegungsdynamiken differenziert zu erfassen und zu modulieren. Die Rolle des craniosacrale Systems in Bezug auf Reifung, posturale Organisation und sensorische Integration wird klinisch eingeordnet.

 

Schwerpunkte
Kraniale Asymmetrien · Plagiozephalie · Brachyzephalie · Saug- und Schluckstörungen · posturale Instabilität · neurale Dysregulation · sensorische Integration

 

Kompetenzen
Die Teilnehmenden

  • wenden grundlegende craniosacrale Techniken sicher an
  • differenzieren funktionelle kraniale Spannungsmuster
  • integrieren craniosacrale Regulation in ihre therapeutische Praxis

 

Modul 4

Klinische Synthesen in der Manuellen Osteopathischen Therapie

Dieses Modul verbindet die Inhalte der ersten drei Module und führt sie in klinischen Fallkonstellationen zusammen. Häufige pädiatrische Symptomkonstellationen werden strukturiert analysiert und im Zusammenhang mit persistierenden Reflexmustern betrachtet.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Analyse des Geburtsvorgangs und dessen möglichen Auswirkungen auf Schädelentwicklung, Spannungsmuster und posturale Organisation. Ziel ist die funktionelle Einordnung komplexer Zusammenhänge im Sinne einer integrativen Betrachtungsweise.


Schwerpunkte
Persistierende Reflexe (ATNR, TLR, Moro, spinaler Galant) · Geburtsmechanik · Schädelasymmetrien · posturale Anpassungsmuster

 

Kompetenzen
Die Teilnehmenden

  • analysieren klinische Bilder symptomorientiert
  • ordnen Reflexmuster funktionell ein
  • berücksichtigen geburtsmechanische Einflüsse in Befund und Therapie

 

 

Modul 5

Säuglings- und Schädelasymmetrien

Dieses Modul vertieft die Diagnostik und konservative Behandlung von Schädel- und Wirbelsäulenasymmetrien im Säuglingsalter.

Behandelt werden lagebedingte Deformitäten wie Plagiozephalus und Brachyzephalus sowie die differenzierte Abgrenzung zu strukturellen Ursachen, einschliesslich vorzeitiger Nahtschliessungen. Vermittelt werden systematische Befund- und Klassifikationsverfahren sowie konservative Behandlungsstrategien im interdisziplinären Kontext.

Indikationen zur weiterführenden medizinischen Abklärung werden klar definiert.

 

Schwerpunkte
Plagiozephalus · Brachyzephalus · lagebedingte Deformitäten · Differenzialdiagnose (Kraniosynostosen) · Befund und Klassifikation · konservative Therapie · interdisziplinäre Zusammenarbeit

 

Kompetenzen
Die Teilnehmenden

  • differenzieren funktionelle und strukturelle Schädelasymmetrien
  • erstellen konservative Behandlungsstrategien
  • erkennen Indikationen zur weiterführenden Abklärung
  • begleiten Eltern fachlich fundiert im therapeutischen Prozess

 

Voraussetzung
Das Modul baut auf den Inhalten von MOT 1–4 auf und setzt fundierte Kenntnisse in Anatomie, Physiologie und neurologischer Entwicklung voraus.

 

Unser Seminarstandort Bad Säckingen liegt verkehrsgünstig in der Region Hochrhein am Fusse des Schwarzwaldes direkt am Rhein und an der Schweizer Grenze. Aufgrund der zentralen Lage ist der Kursort für Teilnehmende aus den Räumen Basel, Waldshut, Lörrach und Freiburg im Breisgau, aber auch aus weiteren Teilen der Schweiz, des Elsass und Süddeutschlands optimal erreichbar – sowohl per Auto als auch mit öffentlichem Verkehr. Die geschichtsträchtige Kurstadt bietet Kursteilnehmenden ein professionelles und ruhiges Lernumfeld als auch die Möglichkeit, in der freien Zeit die historische Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

Wichtige Kursdetails:


  • Kurs-Nr.:
    02/26
  • Zeitraum:
    09.09.2026 - 22.10.2027
  • Kurszeiten:
    täglich 09.00 – ca. 17.30 Uhr
  • Kursdauer:
    15 Tage
  • Kurseinheiten:
    150
  • Kursgebühr:
    480 je Modul  €
  • Kurs inkl.:
    Digitalskript
  • Kurs Ort:
    Akademie Bad Säckingen
  • Leitung:
    Christelle Anyig: MSc PT, ZFH - Pädiatrie, Manuelle Osteopathische Therapeutin und Craniosacrale Therapeutin für Kinder und Säuglinge
  • Gesamtleitung:
    Akademie Vollmer & Partner GbR
  • Status: Anmeldung möglich

Buchung: MOT Manuelle Osteopathische Therapie / Craniosacrale Osteopathie Säuglinge und Kinder 2026/2027

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