Osteopathische Behandlung nach Schleudertrauma

Wichtige Kursdetails
63/21
02.-03.07.2021
9.00 – 17.00 Uhr
2 Tage
18 UE/FP
270 €
Peter Levin D.O.
Dieter Vollmer, MA: Sportwissenschaftler, Physiotherapeut,  Osteopath, Instruktor für manuelle und osteopathische Therapie, Dozent an der Universität Konstanz
Dieter Vollmer, MA: Sportwissenschaftler, Physiotherapeut,  Osteopath, Instruktor für manuelle und osteopathische Therapie, Dozent an der Universität Konstanz
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Physiologie und Störung der Einbettung und Integration

Die Behandlung nach Schleudertrauma ist eine der größten und schönsten Herausforderungen der manuellen Medizin. Viele Patienten finden oft Wochen und Monate nach dem Schleudertraum nicht wieder zu einem geregelten Alltag zurück. Unabhängig von der Intensität und Art des Traumas berichten sie von einer ähnlichen Irritation: dem Verlust der Normalität der alltäglichen Abläufe. Sie können ihren körperlichen und seelischen Kräften nicht mehr trauen und nicht mehr einschätzbar wie belastbar sie sind.

Die manual-therapeutische Behandlung muss sich mit dieser Störung der Einbettung und Integration befassen, ansonsten re-traumatisieren wir unsere Patienten durch die Behandlung. Obschon die Patienten auch von wiederkehrenden Blockaden geplagt werden, besteht die Herausforderung für die Therapie darin, die neurovegetative und mechanische Instabilität wahrnehmen und Stabilität innerhalb eines physiologischen Rahmens wiederherzustellen.


Ziele

Die TeilnehmerInnen können Störungen der neurovegetativen Regulation und der Einbettung durch mechanische Instabilität diagnostizieren. Sie erhalten einen Einblick in die Problematik der posttraumatischen Belastungsstörung. Das Seminar befähigt sie dazu schrittweise die physiologischen Rahmenbedingungen für die Gesundung herzustellen und erneute Traumatisierung zu vermeiden.

Die TeilnehmerInnen können die funktionelle Stabilität der gesamten Wirbelsäule therapeutisch unterstützen und die Auswirkungen der vegetativen Dysregulation Schritt für Schritt abbauen.
Die Therapeuten erlernen die fragilen Zwischenschritte des Heilungsprozesses dem Patienten zu vermitteln und ihn/sie dabei zu begleiten.

Inhalte: 

  1. Reflexion der wissenschaftlichen Literatur zu minimalen Verletzungen des Nervensystems und posttraumatischen Belastungsstörungen. 
  1. Probleme des Schockerlebens: Erfahrung oder erfahrungslose Sprengung, Erleben und Verarbeiten der Beschleunigungs-Traumata
Strukturelle und funktionelle Instabilität der Wirbelsäule. Mythos und Wirklichkeit. 
  1. Physiologie der Einbettung und Störungen der physiologischen Integration 
  1. Dreischritt der Behandlung: Rahmen anbieten, Stabilität herstellen, Mobilität erhalten. 
  1. Möglichkeit und Grenzen der Behandlungsmethoden: An den Rändern bleiben - Den Dysfunktionen folgen. 
  1. Wahrnehmungs- und Handlungsbezug der geweblichen Hypo- und Hyperaktivität: Elastizität. Irritierbarkeit und Bewegung 
  1. Autonome Regulation und Störung der verkörperten Funktion: Sich-Aufrichten, Aufmerksam-Sein, Ruhen, Schlafen.

Dozent: Peter Levin D.O.

arbeite als Osteopath in Hamburg. Heilpraktiker und Begründer der Free Osteopathic University (FOU), Dozent der Vollmer Akademie und Mitglied des VOMM  (Verband für Osteopathie und Manuelle Medizin e.V.).

Peter unterrichtet seit 2002 viszerale und pädiatrische Osteopathie in Europa und Nord-Amerika.  Er ist Co-Author des Lehrbuches „Visceral Osteopathy“ das 2010 bei Eastland Press erschien. Für ein breites Publikum stellt sein Sachbuch „Deine Organe, Dein Leben“ (BoD 2017) die Organpersönlichkeiten bildlich  und in Geschichten dar.

Sein Grundlagenwerk zur Osteopathie ist 2019 erschienen: „Der Schatz der Osteopathie: Berührung, Beziehung, Biomechanik“ (BoD 2019).